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CDU-Ortsverband Baalsdorf/Mölkau besucht Leipziger Naturkundemuseum
Am 29.04.2011 besuchte
der CDU-Ortsverband Baalsdorf/Mölkau das Naturkundemuseum Leipzig.
Der Direktor der Einrichtung, Herr Dr. Schlatter, berichtete mit viel
Liebe und unerschütterlichem Vertrauen über die Kostbarkeiten
seiner Sammlungen und über seine Hoffnung auf Besserung der
Chancen zum Erhalt seiner Einrichtung. Eine Vielzahl von
präparierten Tieren, vom Bison über Leipzigs Wappentier bis
hin zu Schmetterlingen und Käfer-Winzlingen, sind zu bestaunen.
Diese stammen aus verschiedensten Sammlungen des eigenen Hauses, von
der Universität Leipzig oder aus angekauften bzw.
übereigneten privaten Sammlungen.
Darüber hinaus gibt es umfangreiches botanisches Material, so zum
Beispiel Orchideen aus dem Bienitzer Revier, zu besichtigen.
Beeindruckend sind auch die Bodenfunde aus unserer grauen Vorzeit.
Schmuck, Werkzeuge, Tonwaren und sogar Grabstellen geben über die
Besiedlung der Leipziger Tiefebene vor vielen tausend Jahren Auskunft.
Mit den Eiszeiten, in
deren Folge sich dicke Eispanzer von Skandinavien herkommend auf unsere
Heimatgegend legten, wurden viele versteinerte Meeresbewohner
mitgebracht, die ebenfalls Zeugnis vom Leben vor tausenden von
Jahren ablegen. Auch die Relikte des im Krieg zerstörten
berühmten Bornaer Mammuts befinden sich im Naturkundemuseum.
Insgesamt handelt es sich also um ein Museum, das umfassend über
die erdgeschichtliche Entwicklung, über Flora und Fauna nicht nur
unserer Region informiert. Ich kann den Besuch nur empfehlen.
Leider sind die Bedingungen der Präsentation in dem
altehrwürdigen Gebäude einer mehr als hundertjährigen
Schule weder angemessen noch ausreichend. Während der Neubau des
Leipziger Bildermuseums mit satten 75 Mio. Euro immerhin 18 Mio. Euro
mehr als geplant verschlungen hat, so reicht im Naturkundemuseum der
Platz bei weitem nicht aus, um die Sammlungen sicher aufzubewahren und
Dauer- bzw. Sonderausstellungen den Leipzigern und ihren Gästen in
einem würdigen Rahmen vorzustellen. „Leipzig“, so die
Teilnehmer unserer Führung, „sollte sich zu diesem echten
Kleinod bekennen und hier nach langen Jahren der Diskussion endlich
eine zukunftsfähige Lösung finden.“ Deshalb unser
Vorschlag an Leipzigs Stadtväter: Die Verbindung von Zoo und
Museum wäre für alle Wissbegierigen und Lernenden eine ideale
Kombination. Baut Leipzigs ungenutzte Kongresshalle am Zoo zum
Naturkundemuseum um!
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